Kann eine Fertigungsstätte so geplant werden, dass sie sowohl sicher als auch umweltfreundlich ist?

Gerdau Corsa Manufacturing Facility - Outside View - Uses Victaulic Vortex Fire Suppression System

Kann eine Fertigungsstätte so geplant werden, dass sie sowohl sicher als auch umweltfreundlich ist?

Posted on October 20, 2017

Gerdau Corsa ist ein führender Hersteller von Baustahl- und Stahlprofilen und hat sich der Sicherheit seiner Mitarbeiter und dem Umweltschutz verschrieben. Diese Verpflichtung zeigt sich in der Umsetzung von sicheren, nachhaltigen Lösungen in der gesamten Produktionskette. Gerdau Corsa betreibt zwei Stahl- und Walzwerke, eine im Bundesstaat Mexiko und die andere in Ciudad Sahagún im Bundesstaat Hidalgo.  Mit dem Bau des Werks in  Ciudad Sahagún wurde 2012 begonnen und es sollte damit ein Werk geschaffen werden, das den Maßstab für die Stahlindustrie in Mexiko und Lateinamerika setzt. Mit einer Investition von 600 Millionen US-Dollar handelt es sich dabei um die wichtigste private Investition in der Geschichte des Bundesstaats Hidalgo.

Arbeitssicherheit und nachhaltige Lösungen

Das Werk in Ciudad Sahagún City beschäftigt 250 Mitarbeiter, die den Maschinenpark warten und in Räumen mit elektrischen Anlagen mit Hoch- und Mittelspannung arbeiten. Die Gewährleistung der Arbeitssicherheit der Mitarbeiter bei der Arbeit in Bereichen mit elektrischen Anlagen, die für den Betrieb des Werks kritisch sind, stellte bei der Auswahl eines Brandbekämpfungssystems eine große Herausforderung dar. Dazu musste das Brandschutzsystem der Unternehmensphilosophie von Gerdau Corsa in Bezug auf den Umweltschutz entsprechen. In dem neuen Werk wurde eine hochmoderne, nachhaltige Technologie integriert, die ein Vorwärmsystem und eine fortlaufende Alteisenzufuhr sowie eine Abwasseraufbereitung umfasste. Die Umsetzung dieser Vision erforderte die Einführung einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Brandbekämpfungslösung zum Schutz der Mitarbeiter und der Anlagen.

Bei der Beurteilung verschiedener Brandbekämpfungssysteme entschied sich das Unternehmen gegen Lösungen, die Inertgase wie CO2 freisetzen, weil diese Systeme bei der Auslösung eine erhebliche Gefährdung der Gesundheit der Mitarbeiter darstellen. Im Rahmen der Installation waren auch eine Umrüstung des Werks erforderlich, um den Funktionserhalt von Räumen zu gewährleisten. Dies führte zu einem höheren Kosten- und Zeitaufwand. Dazu kommt, dass bei einer Auslösung dieser Art von auf Gasen basierenden Brandbekämpfungssystemen die Evakuierung und Absperrung des betroffenen Bereichs erforderlich ist, bevor die Mitarbeiter die Anlagen wieder betreten können und es länger dauert, bis das Werk wieder in Betrieb genommen werden kann. Und des Weiteren können diese Systeme nicht in Zonen unterteilt werden, d.h., für die Installation muss in jeder der 33 Zonen, die geschützt werden müssen, ein eigenes System installiert werden.

Eine umfassende technische Lösung mit Mehrwert rettete das Projekt

Als Pronamet, eine mexikanische Firma, die auf die Planung und Umsetzung von Brandbekämpfungssytemen spezialisiert ist, von den Problemen hörte, vor denen Gerdau Corsa stand, wusste sie als zertifizierter Victaulic Vortex™ Installateur seit 2009, dass ein Hybrid-Brandbekämpfungssystem (mit zwei Löschmitteln) das beste Konzept darstellte.

 

“Pronamet hat in der Spezifizierungs- und Installationsphase des Projekts eng mit Gustavo Y. Martínez und Andrés Armendariz, den Projektingenieuren von Gerdau Corsaro zusammengearbeitet, um zu zeigen, dass ein Hybrid-Brandbekämpfungssystem die Mitarbeiter, die elektrischen Anlagen und die Umwelt schützen kann, sagte die kaufmännische Leiterin von Pronamet, Mónica Sánchez.

When discharged, the Victaulic Vortex 1500 Systems generate a fine suspended mist consisting of an inert gas (nitrogen) and fine water droplets with diameters of less than 10 microns by discharging both fluid streams through the same emitter. (See infographic below) The suspended mist attacks the fire by simultaneously reducing the temperature and oxygen levels in the protected space while still being safe for occupants. The system also allows for an immediate discharge when a fire is detected since the discharge is non-toxic and can be sized to operate in open spaces or rooms that are not hermetically sealed, eliminating the need for additional investment or modification of the protected space.

The Victaulic Vortex works with elements present in abundance in the atmosphere, avoiding the use of toxic and expensive chemicals. As a result, this system is completely environmentally friendly and in-line with Gerdau Corsa’s original design goal.

Des Weiteren kann Victaulic Vortex in Zonen eingeteilt werden und erfüllt damit die zweite Planungsanforderung des Projekts. Eine Studie von Pronamet hat ergeben, dass Gerdau Corsa durch die Einteilung in Zonen eine Million US-Dollar sparen würde. Weitere Einsparungen wurden auch dadurch erzielt, dass kein Umbau der verschiedenen Bereiche für den Betrieb anderer Brandschutzsysteme erforderlich war.

Auf dem Prüfstand

Victaulic Vortex stellte zwar eine Lösung für alle Probleme mit der Planung dar, es gab jedoch noch ein großes Hindernis für diese Lösung: der Einsatz von Wasser zur Bekämpfung von Bränden in Räumen mit elektrischen Anlagen. Pronamet stellte das System auf den Prüfstand und führte mehrere Tests durch, um die Wirksamkeit des Systems nachzuweisen. Das Team von Victaulic arbeitete dabei eng mit Pronamet zusammen, um alle weiteren Bedenken der technischen Mitarbeiter von Gerdau auszuräumen. Durch die gemeinsamen Bemühungen von Pronamet und Victaulic akzeptierten die Ingenieure von Gerdau Corsa Victaulic Vortex für ihr Projekt.

Die größte Installation eines in Zonen unterteilten Systems in Lateinamerika

 

Das Team von Pronamet installierte insgesamt zehn Victaulic Vortex 1500 Systeme zum Schutz der Räume mit elektrischen Anlagen, der Umspannstation und der Hoch- und Mittelspannungstransformatoren. Der Schutzbereich im Werk umfasste insgesamt 8325 m3, in 33 Zonen unterteilt, einschließlich Steuerkabinen für das Personal. Die installierten Systeme schützen Anlagen im Wert von 60 Millionen US-Dollar.

Mit der Installation von Victaulic Vortex 1500 garantiert Gerdau Corsa die betriebliche Kontinuität, da für die Wiederherstellung des Schutzbereichs bei Aktivierung nur eine Stillstandszeit von ein bis zwei Stunden erforderlich wäre. Die komplette Reaktivierung des Brandbekämpfungssystems einschließlich der Befüllung der Stickstoff- und Wassertanks dauert nur vier Stunden.

Victaulic

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